1. Zwischenpräsentation zur Akkreditierung Permakultur-Designer
Erste Zwischenpräsentation – November 2022
Im November 2022 durfte ich im Rahmen meiner Ausbildung meine erste Zwischenpräsentation zeigen. Sie markiert einen frühen, aber wichtigen Moment auf meinem Weg in die Permakultur: den Punkt, an dem aus Interesse zunehmend Haltung, Richtung und eigene Projekte entstanden.
Im Zentrum stand für mich damals nicht einfach Gartenplanung oder Anbautechnik. Vielmehr beschäftigte mich die Frage, weshalb Permakultur heute überhaupt so relevant ist. Je intensiver ich mich mit ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzte, desto klarer wurde für mich: Permakultur ist weit mehr als eine Methode zur Gestaltung von Gärten. Sie ist ein Denk- und Handlungsrahmen, um mit begrenzten Ressourcen, überhöhtem Konsum und komplexen Systemen sinnvoller umzugehen.
Ein wichtiger Gedanke dieser Präsentation war deshalb auch das Thema Suffizienz – also die Frage nach dem richtigen Mass. Was brauchen wir wirklich? Was dient dem Leben? Und wo verwechseln wir Wohlstand mit Überfluss? Diese Überlegungen führten direkt zu meinem ersten Projekt «Kaffe, Konsum und Co.», in dem ich Konsumgewohnheiten, Alltagsentscheide und permakulturelles Denken miteinander verknüpfte.
Die Präsentation war bewusst persönlich gehalten. Sie zeigte nicht nur erste Projektideen, sondern auch meine Motivation, mich vertieft mit Kreisläufen, Bedürfnissen, Funktionen und nachhaltigen Lebensformen auseinanderzusetzen. Rückblickend war sie ein Startpunkt: noch nicht perfekt, aber ehrlich, suchend und richtungsweisend.
Heute sehe ich diese erste Zwischenpräsentation als wertvollen Meilenstein. Sie macht sichtbar, wo meine Reise begonnen hat – und welche Fragen mich bis heute begleiten: Wie gestalten wir Systeme, die tragfähig sind? Wie kommen wir vom Reagieren ins bewusste Handeln? Und wie kann Permakultur zu einem echten Teil des Alltags werden?
Denn klar ist: Es gibt vieles zu tun – verschieben wir es nicht auf morgen.